AGV

Mit Uferbepflanzungen dem Klimawandel begegnen

Bepflanzung des Donaualtwassers mit gewässertypischen Gehölzen

Der Angelverein hat in Kooperation mit der Flussmeisterei des Regierungspräsidium Freiburg einen Arbeitseinsatz getätigt, bei dem die Bepflanzung des Donaualtwassers sowie einem Stück Donau in Donaueschingen-Neudingen mit gewässertypischen Gehölzen im Vordergrund stand. Der Arbeitseinsatz war als Übung geplant, um das fachgerechte Pflanzen von Ufergehölzen den Engagierten zu vermitteln mit dem Ziel, zukünftig regelmäßig solche Aktionen an den Pachtgewässern der Anglergesellschaft durchzuführen. Die 100 Gehölze wurden von der Flussmeisterei spendiert, die Anglergesellschaft Villingen bereitetet etwa 500 Steckhölzer vor. Mit gut 30 Mitgliedern des Angelvereins wurden standorttypische Laubgehölze sowie 500 Weidenstecklinge gepflanzt und ein Verbissschutz angebracht, um in Zukunft Teile des Altwassers und der Donau zu beschatten und einen typischen Gehölzsaum zu entwickeln. Dieser soll in Zukunft nicht nur Unterstände für heimische Fischarten und Brutplätze für Vögel bieten, sondern ebenso einen Beitrag zur ausreichenden Beschattung des Gewässers leisten, um temperatursensible Fischarten zu schützen und nachhaltig die Gewässerstruktur zu verbessern.

Gewässertypische GehölzeDer Klimawandel und die damit verbundene Erderwärmung macht sich auch in unserer Region bemerkbar. In der Bevölkerung sind die Auswirkungen vielleicht nicht so breit spürbar aber die klimatischen Auswirkungen werden für einige heimische Tierarten inzwischen zum Überlebenskampf. Im Donaueinzugsgebiet mit den Quellflüssen Brigach und Breg wirken sich heiße Sommer und langanhaltende Trockenphasen inzwischen stark auf Fauna und Flora am und im Gewässer aus. Langsam fließende Abschnitte erwärmen sich bei niedrigem Wasserpegel im Sommer deutlich schneller. Die Wassertemperaturen unserer Temperaturlogger liegen deutlich höher als noch vor einigen Jahren, so Christian Haas, 1. Vorsitzender des Angelvereins Villingen. Gerade die heimische Bachforelle, Leitfisch in den Schwarzwaldbächen, steht an vorderer Front und ist hier stark gefährdet. Schon bei Wassertemperaturen von über 20° Celsius kann sie nicht mehr ausreichende Mengen an Sauerstoff aus dem Wasser aufnehmen und ihre Überlebenschance durch die Hitzephase zu kommen sinkt enorm.

Mitgliederhatten Spass beim Pflanzen

Um diesem Phänomen mit seinen Auswirkungen entgegenzuwirken hat die Anglergesellschaft Villingen, in Kooperation mit der Flussmeisterei des Regierungspräsidium Südbaden, einen Arbeitseinsatz bewältigt bei dem die Wiederbepflanzung des Flussufers zwischen Neudingen und Gutmadingen an der Donau im Vordergrund stand. Mit gut 30 Mitgliedern wurden am ditten März Wochenende über 100 Laubgehölze gepflanzt sowie 400 Weidenstöcke gepflockt. Diese sollen in Zukunft nicht nur Unterstände für heimische Fischarten und Brutplätze für Vögel bieten, sondern auch einen Beitrag zur ausreichenden Beschattung des Gewässers leisten. Damit will man dem Anstieg der Wassertemperaturen langfristig entgegenwirken. Für die Zukunft sind ähnliche Maßnahmen an anderen Pachtgewässern angedacht um die Renaturierungsmaßnahmen der Fliessgewässer im Rahmen eines Angelvereins voranzutreiben.

Herstellung von Drahthosen Einweisung von freiwilligen Helfern